Jedes Jahr im Frühjahr geht es los: Alles grünt und blüht, doch wer unter Heuschnupfen leidet, kann sich nur mäßig über die wiedererwachende Natur freuen.
Es gibt verschiedene Mittel und Wege, als Betroffener etwas zu unternehmen. Den meisten bekannt sein dürften Antihistaminika. Das sind Medikamente, deren Wirkstoff die Histamin-Rezeptoren im Körper blockieren. Histamin ist an der körpereigenen Abwehr beteiligt und erweitert die kleinen Blutgefäße. Dadurch kommt es zu einer Rötung. Aus den Blutgefäßen tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus und es entsteht eine Schwellung. Zusätzlich wird die Tätigkeit der Drüsen angeregt. In Bezug auf Heuschnupfen heißt das: geschwollene Nasenschleimhaut, laufende Nase, juckende und tränende Augen.
Mit Antihistaminika kann man zwar die Symptome des Heuschnupfens lindern oder ganz ausschalten, an der Ursache ändert es allerdings nicht. Nach mehreren Jahren Heuschnupfen droht eine sogenannte Etagenwechsel, das heißt, Heuschnupfen kann zu Asthma werden bzw tritt dann zusätzlich auf.
Eine andere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung. Dabei werden dem Betroffenen die Allergene unter die Haut gespritzt oder über Tropfen oder Schmelztabletten über die Mundschleimhaut aufgenommen. Der Nachteil dabei ist, das man diese Behandlung konsequent über 3-5 Jahre machen muss.
Nicht wissenschaftlich anerkannt aber dennoch bei vielen hilfreich sind alternative Heilmethoden wie Akupunktur, Eigenbluttherapie und klassische Homöopathie.
Auch für die Akutbehandlung hat die Naturheilkunde einiges parat.
Von Spenglersan gibt es ein Mittel, das unter anderem gegen Heuschnupfen wirkt. Es stärkt das Immunsystem und dämpft nebenwirkungsfrei die überschießende Reaktion. Es kann auch noch gut helfen, wenn die Saison schon begonnen hat und die Symptome schon voll da sind.
Von der DHU gibt es ein homöopathisches Komplexmittel.
Dieses sollte allerdings schon vor der Heuschnupfenzeit eingenommen werden.
Ganz allgemein kann man auch über die Ernährung bzw einen Wiederaufbau der Darmflora langfristig gute Ergebnisse erzielen. Durch industriell hergestellte Nahrung und Antibiotikaeinnahme kann die natürliche Darmflora auf Dauer geschwächt und geschädigt werden. Antibiotika tötet nicht nur die Bakterien ab, die eine Erkrankung auslösen, sondern auch die guten, nützlichen Bakterien die auf allen Schleimhäuten sitzen und vor allem im Darm einen wichtigen Teil unseres Immunsystems ausmachen.
Eine langfristige Ernährungsumstellung kann dabei hilfreich sein, damit der Körper auch mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird.
Allerdings sollte man sich gut beraten lassen und eine Darmsanierung nicht im Alleingang machen.