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Montag, 18. Juni 2012

Vorstellung: Viva la Eat!

Nahrungsmittelintoleranz - für viele Menschen bedeutet das einen langen Leidensweg, denn bis die Diagnose erst einmal gestellt ist, vergehen Wochen und Monate, oft sogar Jahre. Eine Freundin von mir kann davon ein Lied singen und hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um Menschen zukünftig diesen Leidensweg zu ersparen. Auf ihrer Website  bietet sie individuelle Lösungen für jegliche Form von Nahrungsmittelintoleranz an. Beratung, Back- und Einkaufs-Coaching und jede Menge leckerer Rezepte findet man auf Website und Blog. Glutenfrei und laktosefrei, histaminarm und fruktosearm - für jede Intoleranz finden sich hier gleich mehrere leckere Rezepte - einige durfte ich schon probieren und war sehr angetan. 
Praktisch ist auch der Gastroführer - die Liste ist noch sehr klein, aber natürlich steht es jedem frei, eine kurze Mail an Tine zu schicken, damit sie das Restaurant mit aufnehmen kann.
Außerdem kann man sich beim monatlichen Stammtisch "MEET AND EAT! Lecker essen - trotz Intoleranz" austauschen und miteinander ins Gespräch kommen. Es werden unterschiedliche Lokale getestet, in denen es verträgliche Gerichte gibt. Ziel ist es auch eine Gruppe für betroffene Kinder aufzubauen.

Freitag, 12. November 2010

Hust und Schnief

Und schon ist sie wieder da - die Erkältungszeit. Alle Jahre wieder. Da ich des öfteren gefragt werde, was man denn vorbeugend oder auch in der Anfangszeit machen kann, hier mal ein paar von mir selbst erprobte Tipps.
Also, Stift zücken und Einkaufszettel schreiben - vor allem und gerade, wenn man jetzt (noch) gesund ist. Es empfiehlt sich, die Sachen schon dabei zu haben, wenn es losgeht, am besten in der Handtasche oder im Auto lagern, damit es auch in jeder Situation griffbereit ist.
Die meisten hier vorgestellten Sachen sind jahrelang haltbar und daher eine Anschaffung fürs Leben.

Mein persönlicher Favorit seit Jahren: 
Schüßler Salz Nummer 3
Beim ersten Anzeichen einer Erkältung 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen und das ganze möglichst heiß trinken. 
2-3x täglich und wirklich am besten schon nach den ersten 2 Niesern damit anfangen und nicht erst wenn der Kopf schon dröhnt und die Nase zu ist.
Die ewige Diskussion über Wirksamkeit und Unwirksamkeit habe ich inzwischen zur Genüge geführt - Skeptiker mögen es doch einfach mal versuchen und dann urteilen.
80 Stück davon kosten ca. 3 Euro, wem es nicht taugt, hat kaum was verloren und zur Not freuen sich zumindest die Zimmerpflanzen, wenn man sie damit gießt.

Ein weiteres must have in der Hausapotheke und den meisten wahrscheinlich unbekannt: 
Spenglersan Kolloid G
Inzwischen als praktisches Nasenspray erhätlich.
Gegenüber herkömmlichen Nasensprays hat es 4 Vorteile:
- macht nicht abhängig
- mehrere Jahre haltbar
- wirkt nicht nur lokal abschwellend auf die Schleimhäute sondern regt das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern an und kann daher auch vorbeugend benutzt werden
- kann bei Bronchitis direkt auf der Brust eingerieben werden

Sowohl Spenglersan G als auch Schüßler Salz Nummer 3 helfen gegen Halsschmerzen, daher wird das jetzt nicht extra behandelt.

Wen der Husten nachts nicht schlafen lässt, dem lege ich Ravensara-Öl (Ravensara aromatica bzw Cinnamomum camphora L.) ans Herz. Es wirkt antiviral und ein paar wenige Tropfen in etwas Öl und damit Brust und Rücken einreiben stoppt das Kitzeln im Hals und lässt einen beruhigt schlafen.

Wer diese drei Mittel in der Hausapotheke hat, tut etwas für seine Gesundheit, die Umwelt und den Geldbeutel.
In Kombination kann man damit eine aufkommende Erkältung stoppen oder ihren Verlauf abkürzen - von den berühmten 7 Tagen auf etwa 4.

Und das Wichtigste ist: Trinken, Trinken, Trinken. Am besten stilles Wasser. Vor allem bei Husten, denn Wasser ist ein natürlicher Schleimlöser - nebenwirkungsfrei.


Freitag, 8. Januar 2010

Hühnersuppe bei Erkältung

In der kalten Jahreszeit erwischt es fast jeden: die Erkältung.
Ein altes Hausmittel, das auch noch schmeckt, ist die Hühnersuppe.
Wie sagte schon meine Uroma so schön: Ohne Medikamente dauert eine Erkältung 7 Tage, mit Medikamenten eine Woche.
Essen muss man so oder so, also warum nicht eine leckere Hühnersuppe (wer zu krank zum selberkochen ist, sollte einfach jemanden darum bitten).

Die Inhaltsstoffe einer Hühnersuppe können entzündungshemmend wirken.
Die heiße Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und löst den Schleim. Dabei erwies sich in wissenschaftlichen Versuchen Hühnerbrühe wirksamer als heißes Wasser. Schluckweise gegessen, können Nasensekrete besser abfließen.
Die Dämpfe heißer Hühnerbrühe erhöhen die Temperatur in den Atemwegen, weshalb sich Erkältungsviren nicht so schnell vermehren können.

Wer jetzt auch noch Chili, Ingwer und Knoblauch in seine Hühnersuppe gibt, hat ein äußerst schmackhaftes Rezept gegen Erkältung im Topf.

Chili ist ein ausgezeichnetes Mittel für die Lunge (aber bitte nicht übertreiben!), löst zähen Schleim, wirkt auswurffördernd und betäubt Schmerzen.

Ingwer ist gut gegen Fieber und Husten, außerdem wirkt es blutverdünnend und hilft hervorragend innerlich gegen die winterliche Kälte.

Knoblauch ist ein natürliches Antibiotikum, das Infektionen bekämpft, das Immunsystem stimuliert und auf die Nasenschleimhaut abschwellend wirkt.

Und hier ein Rezept für eine leicht asiatische Hühnersuppe, nicht nur für Kranke:

Für 4 Personen:

1 Stück Ingwer (ca. 3 cm)
1-3 Knoblauchzehen
400 ml Kokosmilch (nach belieben)
100 ml Weißwein
1 Stange Zitronengras
2 Stück Kaffir-Limettenblätter
4 Hähnchenschenkel (mit Rückenstück) oder 400 g Hühnchenfleisch
1 Chilischote
Gemüse nach Belieben
Salz, Pfeffer


Wer komplett auf Instantbrühe verzichten möchte, sollte die Suppe öfter zwischenrein abschmecken, mit den vorgeschlagenen Gewürzen nicht geizen und Hähnchenschenkel benutzen - das Fett unter der Haut und die Knochen geben einen Geschmack ab, den man mit anderem Hähnchenfleisch einfach nicht hinbekommt.

Ingwer, Knoblauch und Chili kleinhacken. In einem großen Topf das Hähnchen scharf anbraten.
Wenn das Hähnchen gut angebraten ist, Hitze reduzieren und die Hälfte von Ingwer, Chili und Knoblauch dazugeben. Kurz anbraten, ohne dass etwas verbrennt.
Mit 100 ml Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen (nicht vollständig), mit Salz und Pfeffer würzen.
Jetzt soviel Wasser zugeben, dass das Fleisch komplett bedeckt ist. Mindestens eine Stunde sanft köcheln lassen. Zwischenrein kontrollieren, ob noch genug Flüssigkeit da ist (wer mehr Brühe mag, sollte da ruhig großzügig sein)
20 min vor Ende der Kochzeit das Zitronengras und die Limettenblätter dazugeben (nur wers mag, am besten in einem Teesieb, dann kann man es am Schluß leicht wieder rausnehmen) und die Kokosmilch. Evtl nachwürzen.
Wer Hähnchenschenkel benutzt, nach einer Stunde vom Knochen lösen (müsste jetzt ganz leicht gehen) und wieder in die Suppe geben.
Den restlichen Ingwer, Knoblauch und Chili mit dazugeben. Wer mag, kann jetzt auch noch (Asia-)Gemüse und/oder Nudeln (Reis- oder Mienudeln) reinmachen.
Die Suppe nochmal 10 Minuten ganz sanft köcheln.

P.S. Schmeckt am nächsten Tag fast noch besser.

Guten Appetit!

Sonntag, 20. September 2009

Magnesium

Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 20 g Magnesium. Magnesium muss dem Körper täglich in ausreichender Menge zugeführt werden, um Magnesiummangel vorzubeugen. Die empfohlene Tagesdosis beim Erwachsenen liegt zwischen
300 mg (Frauen) und 450 mg (Männer).


In der Ernährung
Wer sich gesund ernährt, kann seinen Bedarf ausreichend über Nahrungsmittel decken.
2 Scheiben Vollkornbrot enthalten ca 100 mg Magnesium
60 g Vollkornhaferflocken (ca 80 mg Magnesium) und dazu eine Banane (ca 30 mg Magnesium) zum Frühstück sind ein guter Start in den Tag und decken schon einen guten Teil des Tagesbedarfs.
Auch Fisch und Fleisch liefern pro 150 g etwa 40 mg des wichtigen Mineralstoffs. Mineralwasser kann ein guter Lieferant sein, wenn man ausreichend davon trinkt und die richtige Sorte wählt: die Unterschiede zwischen den einzelnen Wässern schwanken von 125 mg/l (Apollinaris) bis 20 mg/l (Vittel).

Magnesiummangel
Magnesiummangel löst beim Menschen Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, allgemeines Schwächegefühl, Herzrythmusstörungen und Muskelkrämpfe aus. Im Bereich von Psyche und Stoffwechsel wird vermutet, dass Depression und schizophrene Psychosen durch einen Magnesiummangel verstärkt werden. Auch kann es durch Mangel zum Herzinfarkt kommen.

Stress erhöht den Bedarf an Magnesium auf Grund eines erhöhten Verbrauch des Minerals in den Zellen, sowie durch eine zusätzliche Ausscheidung des Stoffes. Durch einen Magnesiummangel kommt es zu Gefäßverengungen, die wiederum Durchblutungsstörungen hervorrufen. Taubheitsgefühle und Verkrampfungen in verschiedenen Extremitäten wie Füße, Beine oder Finger treten auf. Muskelverspannungen und Einschlafprobleme sind die Folge.
Magnesium ist für die Entspannung der Muskeln zuständig. Wer also genug von dem Mineral in seinem Körper hat, kann besser einschlafen, da die Muskeln ebenfalls entspannen können.

Magnesium bei Migräne und Kopfschmerzen
Eine neue Studie zeigt, dass reines Magnesiumcitrat bei Migräne helfen kann. Die Anzahl der Migräneattacken und deren Schmerzhaftigkeit konnten signifikant verringert werden.
Auch bei "normalen" Kopfschmerzen kann es einen Versuch wert sein, eine Magnesiumtablette, 2 Gläser Wasser (am besten stilles Mineralwasser) und/oder Schüßler Salz Nr. 7 (Magnesium Phosphoricum D6) als "Heiße Sieben" zu sich zu nehmen.
Für eine heiße Sieben nimmt man 10 Tabletten Schüßler Salz Nr. 7 und löst diese in ca 100 ml gekochtem Wasser auf. Nicht umrühren und schluckweise, möglichst heiß trinken.

Frauen und Magnesium
Frauen sollten nicht nur während der Schwangerschaft und Stillzeit Magnesium einnehmen, sondern auch, wenn sie die Pille zur Verhütung einsetzen oder unter starken prämenstruellen Beschwerden leiden.

Die Pille bewirkt eine erhöhte Ausscheidung von Magnesium. Auch bedingt durch die Menstruation und dem bei vielen Frauen vorangehenden prämenstruellen Syndrom besteht bei ihnen ein erhöhter Bedarf an Magnesium. Einige Tage vor Blutungsbeginn regelmäßig eingenommen, kann Magnesium bei Regelschmerzen helfen, weil es die Muskulatur der Gebärmutter entspannt. Als erste Hilfe bei krampfartigen Schmerzen sei auch hier wieder die heiße Sieben empfohlen.

Medikamente begünstigen Magnesiummangel
Einige Medikamente, wie zum Beispiel Kortison, Digitalis-Präparate oder auch die so genannten ACE-Hemmer führen zu einem erhöhten Bedarf an Magnesium.

Gerade für Diabetiker ist Magnesium ein wichtiger Mineralstoff. Es verbessert die Wirksamkeit von Insulin und schützt vor Entzündungen, die die Gefäßwände schädigen.
Experten empfehlen, ein Präparat zu wählen, das den Mineralstoff in Form des Magnesium-Orotats enthält (z.B. Magnesorot 240, Power Orot oder magnerot Tabletten von Wörwag-Pharma). Denn der Biofaktor Orotsäure (Orotat) unterstützt die Wirksamkeit des Magnesiums, insbesondere in seiner Schutzfunktion für Herz und Kreislauf.

Die richtige Dosierung machts
Bei Magnesiumpräparaten (Tabletten, Kau- oder Lutschtabletten, Granulat) ist bei oraler Aufnahme die Dosierung wichtig. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass bei einer Einnahme von 120 mg circa 35% resorbiert werden, jedoch bei Einnahme einer kompletten Tagesdosis von 360 mg nur noch circa 18%. Für die Aufnahme ist auch die Form der Verbindung, in der das Magnesium vorliegt, von Bedeutung. Organische Salze wie zum Beispiel Magnesiumaspartat (z.B. von Verla) oder Magnesiumcitrat (z.B. Doppelherz) werden dabei generell besser vom Körper aufgenommen als anorganische Verbindungen.Es empfiehlt sich daher, die Tagesdosis auf 2 Gaben zu verteilen.

Schokolade und Magnesium
Übrigens: Wer das Gefühl hat, schokoladensüchtig zu sein, sollte eine Zeit lang ein gutes Magnesiumpräparat einnehmen, am besten in Kombination mit Schüßler Salz Nr 7 (Magnesium Phosphoricum D6). Eine Tafel Schokolade (100 g) deckt nämlich zu beinahe 100% den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Magnesium. Das würde auch den häufig vorkommenden Schokoladenheißhunger bei PMS erklären . . .

Freitag, 11. September 2009

Klangschalenmassage

In meiner Praxis biete ich seit einiger Zeit die „Heiltherapeutische Klangschalenmassage nach Sybille Buchwald“ an.

Klangschalen sind vielen Menschen ein Begriff. Klassisch kommen sie vor allem bei Meditationen und zur Entspannung zum Einsatz.

Bei der HKM kommen Schalen in verschiedenen Größen zum Einsatz. Die Klangschalen werden auf den bekleideten Körper aufgesetzt und angeschlagen oder gerieben. Der Schall des erzeugten Tons überträgt sich über die Haut auf den Körper, was als sanfte Vibration vom Liegenden wahrgenommen wird.

Die Wirkung dieser Klänge lässt sich damit erklären, dass der menschliche Körper überwiegend aus Wasser besteht und die Zellflüssigkeit durch die ausgelösten Schallwellen in Bewegung versetzt wird. Man kann diesen Effekt als eine Art „innerer Massage der Körperzellen“ bezeichnen.

Ein sehr schönes Video, in dem das deutlich wird, findet man hier.

Anwendungsbeispiele:

• Muskelverspannungen, Rücken- u. Gelenkbeschwerden
• Kopfschmerzen / Migräne
• Menstruationsbeschwerden
• Schlafstörungen
• Nervosität / Unruhe
• Unterstützende Maßnahme nach Schlaganfall
• Unterstützende Maßnahme nach Knochenbrüchen
• Störungen des Magen- und Darmtrakts
• u.a.

Wer eine HKM-Therapeutin in seiner Nähe sucht, kann mir gerne eine E-Mail schreiben.


Donnerstag, 23. April 2009

Heuschnupfen und Naturheilkunde

Jedes Jahr im Frühjahr geht es los: Alles grünt und blüht, doch wer unter Heuschnupfen leidet, kann sich nur mäßig über die wiedererwachende Natur freuen.

Es gibt verschiedene Mittel und Wege, als Betroffener etwas zu unternehmen. Den meisten bekannt sein dürften Antihistaminika. Das sind Medikamente, deren Wirkstoff die Histamin-Rezeptoren im Körper blockieren. Histamin ist an der körpereigenen Abwehr beteiligt und erweitert die kleinen Blutgefäße. Dadurch kommt es zu einer Rötung. Aus den Blutgefäßen tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus und es entsteht eine Schwellung. Zusätzlich wird die Tätigkeit der Drüsen angeregt. In Bezug auf Heuschnupfen heißt das: geschwollene Nasenschleimhaut, laufende Nase, juckende und tränende Augen.

Mit Antihistaminika kann man zwar die Symptome des Heuschnupfens lindern oder ganz ausschalten, an der Ursache ändert es allerdings nicht. Nach mehreren Jahren Heuschnupfen droht eine sogenannte Etagenwechsel, das heißt, Heuschnupfen kann zu Asthma werden bzw tritt dann zusätzlich auf.

Eine andere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung. Dabei werden dem Betroffenen die Allergene unter die Haut gespritzt oder über Tropfen oder Schmelztabletten über die Mundschleimhaut aufgenommen. Der Nachteil dabei ist, das man diese Behandlung konsequent über 3-5 Jahre machen muss.

Nicht wissenschaftlich anerkannt aber dennoch bei vielen hilfreich sind alternative Heilmethoden wie Akupunktur, Eigenbluttherapie und klassische Homöopathie.

Auch für die Akutbehandlung hat die Naturheilkunde einiges parat.

Von Spenglersan gibt es ein Mittel, das unter anderem gegen Heuschnupfen wirkt. Es stärkt das Immunsystem und dämpft nebenwirkungsfrei die überschießende Reaktion. Es kann auch noch gut helfen, wenn die Saison schon begonnen hat und die Symptome schon voll da sind.

Von der DHU gibt es ein homöopathisches Komplexmittel.
Dieses sollte allerdings schon vor der Heuschnupfenzeit eingenommen werden.

Ganz allgemein kann man auch über die Ernährung bzw einen Wiederaufbau der Darmflora langfristig gute Ergebnisse erzielen. Durch industriell hergestellte Nahrung und Antibiotikaeinnahme kann die natürliche Darmflora auf Dauer geschwächt und geschädigt werden. Antibiotika tötet nicht nur die Bakterien ab, die eine Erkrankung auslösen, sondern auch die guten, nützlichen Bakterien die auf allen Schleimhäuten sitzen und vor allem im Darm einen wichtigen Teil unseres Immunsystems ausmachen.

Eine langfristige Ernährungsumstellung kann dabei hilfreich sein, damit der Körper auch mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird.

Allerdings sollte man sich gut beraten lassen und eine Darmsanierung nicht im Alleingang machen.

Freitag, 17. April 2009

Habermus

Das Habermus ist ein Rezept nach Hildegard von Bingen. Hildegard war der Meinung, Dinkel sei "das beste Getreide". Es gibt ganze Bücher über die Ernährungslehre der Hildegard von Bingen, Dinkel spielt dort immer eine große Rolle, sollte aber unbedingt immer gekocht/gebacken werden.

Zutaten:
1 Tasse Dinkelschrot*
2-3 Tassen Wasser
1 geschnittener Apfel
Saft einer halben Zitrone
1 Messerspitze Galgant, Bertram, Zimt
1 Teelöffel Honig
1 Teelöffel süße gehackte Mandeln
1 Teelöffel Flohsamen

* Dinkelschrot bekommt man im Bioladen, teilweise muss man allerdings die ganzen Körner kaufen und kann sie dann vor Ort schroten lassen.

Dinkelschrot in Wasser einrühren und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Honig und Würze dazugeben und weiter köcheln. Kochzeit 5 bis 10 Minuten. Apfel in den letzten vier Minuten dazu tun, Mandeln und Flohsamen auf das fertig gekochte Mus streuen. Würzen nach eigenem Geschmack. Saft einer halben Zitrone darüber ausdrücken.

Dieses Rezept kann man in zahllosen Varianten probieren, Dinkel sollte nur immer die Grundlage sein. Verfeinern kann man es z.B. mit einem Schuß Schlagsahne, Walnüßen, Preiselbeeren, Bananen, Birnen . . .
Die Gewürze sind nicht einfach zu bekommen, es gibt Hildegard-Shops, wo man diese bestellen kann. Flohsamen haben nichts mit Flöhen zu tun, es sind die Samen einer Wegerichart und wirken verdauungsfördernd.

Laut Hildegard hat Dinkel zehn wertvolle Eigenschaften:
- es ist das beste Getreide
- wirkt wärmend und fördert die Durchblutung
- fettend
- hochwertig
- milder als andere Getreidesorten
- fördert die Muskelbildung
- führt zu einem guten Blutbild
- hellt die Stimmung auf
- bekömmlich und vielseitig
- leicht verdaulich

An Vitaminen und Mineralstoffen sind enthalten:
B-Vitamine, Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Kupfer und Zink.
Im Gegensatz zu anderen Getreidearten verursacht Dinkel viel weniger Allergien.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass so eine Schüssel Habermus zum Frühstück viel länger sättigt (und auch mehr befriedigt) als z.B. 2 Scheiben Brot.

Dienstag, 14. April 2009

Frühlingssuppe

Diese Suppe wird traditionell seit hunderten von Jahren in der Woche vor Ostern gekocht und gegessen. Hinein kommen neunerlei Kräuter, natürlich solche, die um diese Jahreszeit schon wachsen.

Wer einen eigenen Garten besitzt, kann auf diese Art gleich ein wenig seines „Unkrauts“ entsorgen – Brennessel, Löwenzahn, Giersch, Schafgarbe, Vogelmiere, Taubnessel, Sauerampfer, Gundelrebe, alles kann in diese Suppe gegeben werden und versorgt den Körper mit Vitaminen und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Des weiteren kann man auch Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Bärlauch, Beifuß, Frauenmantel und Brunnenkresse verwenden.

Rezept:

1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
je eine Hand voll Kräuter nach Wahl, z.B.
Brennesselblätter
Löwenzahnblätter
Gierschblätter
Schafgarbenblätter
Vogelmiere
Bärlauch
Schnittlauch
Petersilie
Sauerampfer
1 EL Butter
1 EL Mehl
1 Liter Gemüsebrühe
125 ml Sahne
Salz und Pfeffer

Die Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden und in der Butter anbraten.
Die Kräuter gründlich waschen und fein hacken (am besten mit einem Wiege-messer). Das Mehl über die Knoblauch-Zwiebel-Mischung geben, kurz anschwitzen.
Dann die Kräuter dazu geben und mit der Gemüsebrühe auffüllen.
15 Minuten bei sehr geringer Hitze garen lassen, nicht kochen!
Zum Schluß die Sahne dazugeben und kurz erwärmen und mit Salz und Pfeffer nach Geschmack verfeinern.

Guten Appetit.