Montag, 18. Juni 2012
Vorstellung: Viva la Eat!
Praktisch ist auch der Gastroführer - die Liste ist noch sehr klein, aber natürlich steht es jedem frei, eine kurze Mail an Tine zu schicken, damit sie das Restaurant mit aufnehmen kann.
Außerdem kann man sich beim monatlichen Stammtisch "MEET AND EAT! Lecker essen - trotz Intoleranz" austauschen und miteinander ins Gespräch kommen. Es werden unterschiedliche Lokale getestet, in denen es verträgliche Gerichte gibt. Ziel ist es auch eine Gruppe für betroffene Kinder aufzubauen.
Freitag, 8. Januar 2010
Hühnersuppe bei Erkältung
Ein altes Hausmittel, das auch noch schmeckt, ist die Hühnersuppe.
Wie sagte schon meine Uroma so schön: Ohne Medikamente dauert eine Erkältung 7 Tage, mit Medikamenten eine Woche.
Essen muss man so oder so, also warum nicht eine leckere Hühnersuppe (wer zu krank zum selberkochen ist, sollte einfach jemanden darum bitten).
Die Inhaltsstoffe einer Hühnersuppe können entzündungshemmend wirken.
Die heiße Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und löst den Schleim. Dabei erwies sich in wissenschaftlichen Versuchen Hühnerbrühe wirksamer als heißes Wasser. Schluckweise gegessen, können Nasensekrete besser abfließen.
Die Dämpfe heißer Hühnerbrühe erhöhen die Temperatur in den Atemwegen, weshalb sich Erkältungsviren nicht so schnell vermehren können.
Wer jetzt auch noch Chili, Ingwer und Knoblauch in seine Hühnersuppe gibt, hat ein äußerst schmackhaftes Rezept gegen Erkältung im Topf.
Chili ist ein ausgezeichnetes Mittel für die Lunge (aber bitte nicht übertreiben!), löst zähen Schleim, wirkt auswurffördernd und betäubt Schmerzen.
Ingwer ist gut gegen Fieber und Husten, außerdem wirkt es blutverdünnend und hilft hervorragend innerlich gegen die winterliche Kälte.
Knoblauch ist ein natürliches Antibiotikum, das Infektionen bekämpft, das Immunsystem stimuliert und auf die Nasenschleimhaut abschwellend wirkt.
Und hier ein Rezept für eine leicht asiatische Hühnersuppe, nicht nur für Kranke:
Für 4 Personen:
1 Stück Ingwer (ca. 3 cm)
1-3 Knoblauchzehen
400 ml Kokosmilch (nach belieben)
100 ml Weißwein
1 Stange Zitronengras
2 Stück Kaffir-Limettenblätter
4 Hähnchenschenkel (mit Rückenstück) oder 400 g Hühnchenfleisch
1 Chilischote
Gemüse nach Belieben
Salz, Pfeffer
Wer komplett auf Instantbrühe verzichten möchte, sollte die Suppe öfter zwischenrein abschmecken, mit den vorgeschlagenen Gewürzen nicht geizen und Hähnchenschenkel benutzen - das Fett unter der Haut und die Knochen geben einen Geschmack ab, den man mit anderem Hähnchenfleisch einfach nicht hinbekommt.
Ingwer, Knoblauch und Chili kleinhacken. In einem großen Topf das Hähnchen scharf anbraten.
Wenn das Hähnchen gut angebraten ist, Hitze reduzieren und die Hälfte von Ingwer, Chili und Knoblauch dazugeben. Kurz anbraten, ohne dass etwas verbrennt.
Mit 100 ml Weißwein ablöschen, kurz einkochen lassen (nicht vollständig), mit Salz und Pfeffer würzen.
Jetzt soviel Wasser zugeben, dass das Fleisch komplett bedeckt ist. Mindestens eine Stunde sanft köcheln lassen. Zwischenrein kontrollieren, ob noch genug Flüssigkeit da ist (wer mehr Brühe mag, sollte da ruhig großzügig sein)
20 min vor Ende der Kochzeit das Zitronengras und die Limettenblätter dazugeben (nur wers mag, am besten in einem Teesieb, dann kann man es am Schluß leicht wieder rausnehmen) und die Kokosmilch. Evtl nachwürzen.
Wer Hähnchenschenkel benutzt, nach einer Stunde vom Knochen lösen (müsste jetzt ganz leicht gehen) und wieder in die Suppe geben.
Den restlichen Ingwer, Knoblauch und Chili mit dazugeben. Wer mag, kann jetzt auch noch (Asia-)Gemüse und/oder Nudeln (Reis- oder Mienudeln) reinmachen.
Die Suppe nochmal 10 Minuten ganz sanft köcheln.
P.S. Schmeckt am nächsten Tag fast noch besser.
Guten Appetit!
Freitag, 17. April 2009
Habermus
Zutaten:
1 Tasse Dinkelschrot*
2-3 Tassen Wasser
1 geschnittener Apfel
Saft einer halben Zitrone
1 Messerspitze Galgant, Bertram, Zimt
1 Teelöffel Honig
1 Teelöffel süße gehackte Mandeln
1 Teelöffel Flohsamen
* Dinkelschrot bekommt man im Bioladen, teilweise muss man allerdings die ganzen Körner kaufen und kann sie dann vor Ort schroten lassen.
Dinkelschrot in Wasser einrühren und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Honig und Würze dazugeben und weiter köcheln. Kochzeit 5 bis 10 Minuten. Apfel in den letzten vier Minuten dazu tun, Mandeln und Flohsamen auf das fertig gekochte Mus streuen. Würzen nach eigenem Geschmack. Saft einer halben Zitrone darüber ausdrücken.
Dieses Rezept kann man in zahllosen Varianten probieren, Dinkel sollte nur immer die Grundlage sein. Verfeinern kann man es z.B. mit einem Schuß Schlagsahne, Walnüßen, Preiselbeeren, Bananen, Birnen . . .
Die Gewürze sind nicht einfach zu bekommen, es gibt Hildegard-Shops, wo man diese bestellen kann. Flohsamen haben nichts mit Flöhen zu tun, es sind die Samen einer Wegerichart und wirken verdauungsfördernd.
Laut Hildegard hat Dinkel zehn wertvolle Eigenschaften:
- es ist das beste Getreide
- wirkt wärmend und fördert die Durchblutung
- fettend
- hochwertig
- milder als andere Getreidesorten
- fördert die Muskelbildung
- führt zu einem guten Blutbild
- hellt die Stimmung auf
- bekömmlich und vielseitig
- leicht verdaulich
An Vitaminen und Mineralstoffen sind enthalten:
B-Vitamine, Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Kupfer und Zink.
Im Gegensatz zu anderen Getreidearten verursacht Dinkel viel weniger Allergien.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass so eine Schüssel Habermus zum Frühstück viel länger sättigt (und auch mehr befriedigt) als z.B. 2 Scheiben Brot.
Dienstag, 14. April 2009
Frühlingssuppe
Diese Suppe wird traditionell seit hunderten von Jahren in der Woche vor Ostern gekocht und gegessen. Hinein kommen neunerlei Kräuter, natürlich solche, die um diese Jahreszeit schon wachsen.
Wer einen eigenen Garten besitzt, kann auf diese Art gleich ein wenig seines „Unkrauts“ entsorgen – Brennessel, Löwenzahn, Giersch, Schafgarbe, Vogelmiere, Taubnessel, Sauerampfer, Gundelrebe, alles kann in diese Suppe gegeben werden und versorgt den Körper mit Vitaminen und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Des weiteren kann man auch Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Bärlauch, Beifuß, Frauenmantel und Brunnenkresse verwenden.
Rezept:
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
je eine Hand voll Kräuter nach Wahl, z.B.
Brennesselblätter
Löwenzahnblätter
Gierschblätter
Schafgarbenblätter
Vogelmiere
Bärlauch
Schnittlauch
Petersilie
Sauerampfer
1 EL Butter
1 EL Mehl
1 Liter Gemüsebrühe
125 ml Sahne
Salz und Pfeffer
Die Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden und in der Butter anbraten.
Die Kräuter gründlich waschen und fein hacken (am besten mit einem Wiege-messer). Das Mehl über die Knoblauch-Zwiebel-Mischung geben, kurz anschwitzen.
Dann die Kräuter dazu geben und mit der Gemüsebrühe auffüllen.
15 Minuten bei sehr geringer Hitze garen lassen, nicht kochen!
Zum Schluß die Sahne dazugeben und kurz erwärmen und mit Salz und Pfeffer nach Geschmack verfeinern.
Guten Appetit.