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Sonntag, 20. September 2009

Magnesium

Der Körper eines Erwachsenen enthält etwa 20 g Magnesium. Magnesium muss dem Körper täglich in ausreichender Menge zugeführt werden, um Magnesiummangel vorzubeugen. Die empfohlene Tagesdosis beim Erwachsenen liegt zwischen
300 mg (Frauen) und 450 mg (Männer).


In der Ernährung
Wer sich gesund ernährt, kann seinen Bedarf ausreichend über Nahrungsmittel decken.
2 Scheiben Vollkornbrot enthalten ca 100 mg Magnesium
60 g Vollkornhaferflocken (ca 80 mg Magnesium) und dazu eine Banane (ca 30 mg Magnesium) zum Frühstück sind ein guter Start in den Tag und decken schon einen guten Teil des Tagesbedarfs.
Auch Fisch und Fleisch liefern pro 150 g etwa 40 mg des wichtigen Mineralstoffs. Mineralwasser kann ein guter Lieferant sein, wenn man ausreichend davon trinkt und die richtige Sorte wählt: die Unterschiede zwischen den einzelnen Wässern schwanken von 125 mg/l (Apollinaris) bis 20 mg/l (Vittel).

Magnesiummangel
Magnesiummangel löst beim Menschen Ruhelosigkeit, Nervosität, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, allgemeines Schwächegefühl, Herzrythmusstörungen und Muskelkrämpfe aus. Im Bereich von Psyche und Stoffwechsel wird vermutet, dass Depression und schizophrene Psychosen durch einen Magnesiummangel verstärkt werden. Auch kann es durch Mangel zum Herzinfarkt kommen.

Stress erhöht den Bedarf an Magnesium auf Grund eines erhöhten Verbrauch des Minerals in den Zellen, sowie durch eine zusätzliche Ausscheidung des Stoffes. Durch einen Magnesiummangel kommt es zu Gefäßverengungen, die wiederum Durchblutungsstörungen hervorrufen. Taubheitsgefühle und Verkrampfungen in verschiedenen Extremitäten wie Füße, Beine oder Finger treten auf. Muskelverspannungen und Einschlafprobleme sind die Folge.
Magnesium ist für die Entspannung der Muskeln zuständig. Wer also genug von dem Mineral in seinem Körper hat, kann besser einschlafen, da die Muskeln ebenfalls entspannen können.

Magnesium bei Migräne und Kopfschmerzen
Eine neue Studie zeigt, dass reines Magnesiumcitrat bei Migräne helfen kann. Die Anzahl der Migräneattacken und deren Schmerzhaftigkeit konnten signifikant verringert werden.
Auch bei "normalen" Kopfschmerzen kann es einen Versuch wert sein, eine Magnesiumtablette, 2 Gläser Wasser (am besten stilles Mineralwasser) und/oder Schüßler Salz Nr. 7 (Magnesium Phosphoricum D6) als "Heiße Sieben" zu sich zu nehmen.
Für eine heiße Sieben nimmt man 10 Tabletten Schüßler Salz Nr. 7 und löst diese in ca 100 ml gekochtem Wasser auf. Nicht umrühren und schluckweise, möglichst heiß trinken.

Frauen und Magnesium
Frauen sollten nicht nur während der Schwangerschaft und Stillzeit Magnesium einnehmen, sondern auch, wenn sie die Pille zur Verhütung einsetzen oder unter starken prämenstruellen Beschwerden leiden.

Die Pille bewirkt eine erhöhte Ausscheidung von Magnesium. Auch bedingt durch die Menstruation und dem bei vielen Frauen vorangehenden prämenstruellen Syndrom besteht bei ihnen ein erhöhter Bedarf an Magnesium. Einige Tage vor Blutungsbeginn regelmäßig eingenommen, kann Magnesium bei Regelschmerzen helfen, weil es die Muskulatur der Gebärmutter entspannt. Als erste Hilfe bei krampfartigen Schmerzen sei auch hier wieder die heiße Sieben empfohlen.

Medikamente begünstigen Magnesiummangel
Einige Medikamente, wie zum Beispiel Kortison, Digitalis-Präparate oder auch die so genannten ACE-Hemmer führen zu einem erhöhten Bedarf an Magnesium.

Gerade für Diabetiker ist Magnesium ein wichtiger Mineralstoff. Es verbessert die Wirksamkeit von Insulin und schützt vor Entzündungen, die die Gefäßwände schädigen.
Experten empfehlen, ein Präparat zu wählen, das den Mineralstoff in Form des Magnesium-Orotats enthält (z.B. Magnesorot 240, Power Orot oder magnerot Tabletten von Wörwag-Pharma). Denn der Biofaktor Orotsäure (Orotat) unterstützt die Wirksamkeit des Magnesiums, insbesondere in seiner Schutzfunktion für Herz und Kreislauf.

Die richtige Dosierung machts
Bei Magnesiumpräparaten (Tabletten, Kau- oder Lutschtabletten, Granulat) ist bei oraler Aufnahme die Dosierung wichtig. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass bei einer Einnahme von 120 mg circa 35% resorbiert werden, jedoch bei Einnahme einer kompletten Tagesdosis von 360 mg nur noch circa 18%. Für die Aufnahme ist auch die Form der Verbindung, in der das Magnesium vorliegt, von Bedeutung. Organische Salze wie zum Beispiel Magnesiumaspartat (z.B. von Verla) oder Magnesiumcitrat (z.B. Doppelherz) werden dabei generell besser vom Körper aufgenommen als anorganische Verbindungen.Es empfiehlt sich daher, die Tagesdosis auf 2 Gaben zu verteilen.

Schokolade und Magnesium
Übrigens: Wer das Gefühl hat, schokoladensüchtig zu sein, sollte eine Zeit lang ein gutes Magnesiumpräparat einnehmen, am besten in Kombination mit Schüßler Salz Nr 7 (Magnesium Phosphoricum D6). Eine Tafel Schokolade (100 g) deckt nämlich zu beinahe 100% den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Magnesium. Das würde auch den häufig vorkommenden Schokoladenheißhunger bei PMS erklären . . .