Gestern war es mal wieder so weit: etwa 2 Stunden nach der Hunderunde wollte sich eben eine Zecke an meinem Oberschenkel festsaugen. Ich habe es zum Glück gleich gemerkt und konnte sie gut entfernen lassen. Dank Hunde ist dieser Haushalt bestens in Operationen am lebenden Objekt geübt.
Ich werde den Zeckenbiss noch ein paar Wochen weiter beobachten.
Das sollte übrigens jeder tun, der so einen kleinen Blutsauger auf sich entdeckt. In letzter Zeit höre ich immer wieder: Ach, ich bin doch geimpft. Nur leider ist es so, dass es so etwas wie eine Zeckenimpfung nicht gibt. Man kann sich gegen FSME impfen lassen, Zecken übertragen aber neben FSME auch noch einige andere, sehr unschöne Krankheiten, zum Beispiel die Borreliose, und keine davon sollte man auf die leichte Schulter nehmen.
Daher sollte man nach einem Zeckenbiss immer die Bissstelle gut beobachten. Tritt eine Rötung auf, die sich großflächig um die Stelle ausbreitet oder Fieber sollte schnellstmöglichst ein Arzt aufgesucht werden. In der Anfangsphase kann man noch gut mit Antibiotika behandeln. Die Borreliose verläuft schubweise, mit grippeähnlichen Symptomen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen. Später kann es zu Lähmungen kommen und einer ganzen Reihe von Begleiterscheinungen wie Nackensteife, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Müdigkeit etc.
Eine Behandlung und auch eine Diagnose sind dann schwer und sehr langwierig. In der Naturheilkunde gibt es inzwischen glücklicherweise einige Behandlungsmöglichkeiten, die meisten davon aber auch nur begleitend.